Leben auf dem „Campus“

Hallo zusammen,

vielleicht fragt ihr euch warum Campus unter Anführungszeichen steht.
Antwort: Es ist eigentlich mehr eine Stadt in der fast nur Studierende und Lehrende leben, welche auch von der Einwohnerzahl größer als Steyr ist.

 

Lukas und ich wohnen in zwei unterschiedlichen Studentenwohnhäusern, beide befinden sich jedoch in der sogenannten „University Town“ (kurz UTown).

Lukas: Ich wohne in der UTown Residence welche aus einem Nord- und einem Südturm besteht und im Herzen des University Towns liegt. So kann man in Gehweite alle Geschäfte des täglichen Bedarfs erreichen, darüber wird euch Lisa noch genauer berichten.
Insgesamt wohnen in dem 25-stöckigen Studentenheim rund 1.700 Studierende. Ich habe mein eigenes Zimmer und teile mir mit meinen drei Mitbewohnern Wohn-/Essbereich, Küchenzeile und Bad/WC. Ein Wehmutstropfen für alle begeisterten Hobbyköche ist, dass die geräumige Küche lediglich mit einem Kühlschrank und einer Mikrowelle ausgestattet ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sich kreative Mikrowellenrezepte ausdenken oder immer kalt essen muss, denn am Campus gibt es genügend Restaurants, wo man gut und günstig essen gehen kann.
Das 25. Stockwerk bietet eine atemberaubende Aussicht auf die UTown und das umliegende Singapur inkl. dem Hafen und lässt so vor allem die Herzen der Logistikerinnen und Logistiker höher schlagen.

 

Lisa: Ich verbringe meine Zeit im Residential College 4 (RC4), es erinnert ein bisschen an ein Studentenwohnheim. In RC4 werden die Stockwerke in verschiedene „Häuser“ unterteilt, jedes „Haus“ ist einem Tier zugeordnet, die unterschiedlichen Häuser haben dann untereinander viele verschiedene sportliche Wettkämpfe, welche immer ein Highlight sind. Ich bekomme jeden Tag ein Frühstück und Abendessen in meiner Resident, wenn ich jedoch einmal wieder Abwechslung brauche, gehe ich in eines der unzähligen Restaurants welche sich in UTown befinden.
Ich wohne in einem Stockwerk in dem nur Mädchen sind (worüber ich durchaus froh bin, da man sich das Bad/WC mit 14 anderen BewohnerInnen teilt). Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen: dem Kochen, kann ich mich wohl auch erst wieder zuhause widmen. Denn ich teile mir eine ziemlich kleine Küche mit 3 Stockwerken, das sind ca. 120-130 Studierende. In der Küche befindet sich ein Kühlschrank der, wie ihr euch vermutlich vorstellen könnt, immer bis zum Rande voll ist – daher begnüge ich mich (wie oben erwähnt) mit dem Essen in der Dining Hall oder auch mit Instant Nudeln.
Mit dem Zimmer bin ich sehr zufrieden, es ist mit einem bequemen Bett, Schreibtisch & Sessel, einem geräumigen Schrank und einem Nachttisch ausgestattet. Sehr froh bin ich auch über die Klimaanlage bzw. den Ventilator… ohne diese zwei Wundermittel wäre das Schlafen vermutlich eher unangenehm. Auch der Blick aus meinem Zimmer lässt nichts zu wünschen übrig.

Im UTown findet man alles was man braucht. Angefangen bei diversen Essens Möglichkeiten über einen Roof Top Pool, Gym und weitere Sportmöglichkeiten bis hin zu Parks und gut ausgestatteten Lernmöglichkeiten.

 

Neben dem Schreiben der Masterarbeit besuchen wir noch 3 Kurse an der NUS:

  • Supply Chain Management Thinking and Practice
  • Supply Chain Management Simulation and Optimization
  • Supply Chain Management Strategy and Case Study

Die Vorlesungen sind sehr interessant und vor allem praxisnah. Spannend ist es auch zu hören welche Herausforderungen und Risiken es in Supply Chains gibt, welche sich über Inseln erstrecken, wie zum Beispiel in Indonesien oder auf den Philippinen. Wir schätzen es sehr, Dr. Robert De Souza als Professor genießen zu dürfen, da er durch seine langjährigen Erfahrungen so einige Geschichten erzählen kann, welche in Erinnerung bleiben werden und bei so manchen Case Studies sicher von Vorteil sind.

Die Art des Unterrichts unterscheidet sich in so mancher Hinsicht im Vergleich zu einer Vorlesung in Steyr. Beispiel: Der Professor gibt keine Antwort auf Fragen an Studierende und wartet so lange bis sich jemand „traut“ etwas zu sagen… dadurch sollen wir lernen so schnell wie möglich Informationen aus dem Internet zu finden (d.h. wenn der Professor eine Frage stellt, hört man wie plötzlich alle ganz schnell die Tasten am Laptop drücken um die Antwort zu finden).
Wenn ihr Fragen zu den Vorlesungen im Detail habt, könnt ihr euch gerne bei uns privat melden.
Aja vielleicht noch ein kurzer Hinweis am Schluss… unbedingt IMMER eine Weste und/oder Schal für die Vorlesungen einpacken, da die Temperatur in den Hörsälen doch eher an den österreichischen Winter erinnert. 😉

Side Fact:
Zurzeit ist gerade noch die Regenzeit in Singapur, deswegen kann man ziemlich schnell von einem Regenschauer erwischt werden.. mit ziemlich schnell meinen wir, dass jetzt noch strahlender Sonnenschein ist und es 30 Sekunden später schon so regnet, dass man keine 3 Meter mehr sehen kann… Wie ihr euch also vorstellen könnt, sind wir in letzter Zeit (trotz Regenschirm und Regenjacke) überdurchschnittlich oft nass geworden – da hilft es, wenn man nicht aus Zucker ist!

In den nächsten Beiträgen werden wir euch noch über ein paar Eigenheiten von Singapur erzählen welche uns besonders auffallen und eher untypisch für den europäischen Raum sind bzw. auch über Chinese New Year. Im Februar haben wir Ferien welche wir mit reisen verbringen werden – also seid auch darauf gespannt! 🙂

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