Nicht ganz so schöne Hotelsuche

… wie in unserem letzten Blogbeitrag angeteasert, möchten wir euch heute über unsere erste Hotelerfahrung berichten.

Da unsere zukünftige Unterkunft noch nicht sicher ist, haben wir im Vorfeld ein Hotel gebucht. Dabei gingen wir so vor, dass wir auf der Buchungsplattform unseres Vertrauens nach Preis aufsteigend sortiert haben und uns dann die ersten Ergebnisse ansahen. Diese mussten wir weiter filtern, wobei unsere Auswahlkriterien die folgenden waren: Doppelzimmer mit 2 Einzelbetten + gut aussehende Fotos und seriöser Webauftritt + gute Bewertungen (insbesondere in punkto Sauberkeit). Wir konnten unseren Augen nicht trauen – ein Hotel erfüllte alle Kriterien und war zudem äußerst günstig für die sonst sehr teuren Hotels in Singapur. Gleich buchten wir uns ein für die ersten 10 Nächte und waren froh so ein „Schmuckstück“ gefunden zu haben. Und falls wir keinen Platz im Studentenheim bekommen, könnten wir hier auf jeden Fall verlängern, dachten wir.

Doch dann kam der Tag der Anreise…

Wie bereits angekündigt, führen wir nach unserem Wiedersehen am Flughafen gemeinsam zum Hotel. Wir waren fasziniert von den hohen Gebäuden und wie grün alles war. Doch dann bogen wir in eine Nebenstraße ein wo plötzlich keine glitzernden Fassaden mehr zu sehen waren und es nicht mehr ganz so glanzvoll aussah. Wir ließen uns davon nicht beirren und stiegen aus dem Taxi aus – der Fahrer war sehr freundlich und half uns noch mit dem Ausladen des Gepäcks – und gingen zum Check-In in die Hotellobby. Dort konnten sie keine Buchung unter unserem Namen finden, aber der Irrtum war schnell aufgeklärt, wir waren im Schwesterhotel, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet. Kein Problem: Wir wechseln die Straßenseite und freuen uns bereits auf ein Ankommen im gemütlichen Hotelzimmer nach unserer langen und anstrengenden Anreise. Doch beim Öffnen der Eingangstür überfällt uns bereits ein modriger Geruch, der an feuchte Erdkeller erinnert. Die Quelle des Übels ist schnell identifiziert. An der Decke sehen wir bereits die Wasserflecken. Wir entscheiden uns nicht vorschnell zu urteilen und wollen uns das Zimmer erst einmal ansehen, aber von hier an wurde es leider nicht besser. Das Zimmer war zum einen so klein, dass wir unsere Koffer nicht öffnen konnten, was nicht so schlimm war, aber zum anderen roch es noch übler als die Lobby und leider war auch die als hoch bewertete Sauberkeit nicht vorzufinden. Ganz viel Staub, Schimmel an den Wänden und braune Wasserflecken und fremde Haare am Bettlacken sind nur einige der unangenehmen Willkommensgeschenke, die wir erhielten – weitere Details möchten wir euch an dieser Stelle sparen.

Wir packten unser Gepäck, machten uns auf den Weg zur Lobby und schilderten dort dem Rezeptionisten unsere Bedenken mit der Bitte alternative Zimmer sehen zu dürfen. Dieser war sehr freundlich und zeigte uns die verfügbaren Zimmer, leider waren diese auch in keinem besseren Zustand, jedoch meinte er, dass die Klimaanlagen aktuell gewartet werden und es am nächsten Tag bestimmt besser werden würde – wir sollten uns doch gedulden und einmal 3-4 Tage hier schlafen. Als wir unser Geld zurückfordern wollten und uns bereits über andere Hotels in der Nähe schlau machten, betrat der Manager der Hotelkette die Lobby. Auch dieser war sehr bemüht uns zu helfen, er sprach die schlechte Bausubstanz des Hauses an und bot uns ein gleichwertiges Zimmer in einem Schwesterhotel mit besserer Bausubstanz an. Gemeinsam brachen wir drei (Lisa, Lukas und der Hotel Manager) auf und bezwangen den Fußmarsch zum Hotel. Am Weg durchkreuzten wir enge Gassen, volle Restaurants aus denen völlig fremde Gerüche drangen und viele kleine Lebensmittelshops, welche die unterschiedlichsten Waren anboten.

Ein gutes Ende

Wir verloren die Hoffnung nicht und als wir bei unserer neuen Herberge ankamen waren wir positiv überrascht. Das Hotel wurde erst kürzlich neu renoviert und bietet uns seit nun zwei Nächten einen erholsamen Rückzugsort der die perfekte Basis für die Erkundungstouren durch Singapur ist.

Bleibt dran, wir halten euch in den nächsten Tagen über unsere Entdeckungen am Laufenden und geben euch Bescheid, sobald wir beide eine fixe Unterkunft für den Rest des Semesters gefunden haben. 😉

 

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